Datong – Kulturelles Erbe und industrielle Moderne

Die Stadt Datong, zweitgrößte Stadt der Provinz Shanxi, ist eine der wichtigsten Zentren des Kohlebergbaus in China, etwa eine Million Menschen hier leben von Kohleförderung und -verarbeitung. So mag der erste Anblick der teilweise zerstörten Landschaft und tristen Vororte zunächst abschrecken und kaum Reiselust erwecken, doch befinden sich hier in der Nähe auch die über 1500 Jahre alten Yungang-Grotten, die berühmte Holzpagode sowie das Hängende Kloster. Und auch Datong selbst beherbergt einzigartige Stätten und Tempel aus vergangenen Zeiten inmitten einer großartigen Altstadt. Seit einigen Jahren wurden zudem Projekte zur Aufwertung Datongs verwirklicht, mit dem Ergebnis erfreulicher Grünanlagen und einer wesentlich verbesserten Luftqualität.

Datong liegt im Lößplateau im Norden der Provinz Shanxi, ca. 300 km von Peking entfernt.


Datong weist ein typisches kontinentales Monsun-Klima mit langen kalten Wintern und warmen, feuchten Sommern auf. Die Temperaturen im Sommer liegen durchschnittlich bei ca. 19 – 22 °C, mit Höchsttemperaturen um 29 °C. Der Winter in Datong ist lang, dauert meist über 4 Monate und erreicht Durchschnittsschwerte zwischen ca. -12 °C und 6 °C.  Der meiste Niederschlag fällt im Sommer mit durchschnittlich 8-10 Regentagen pro Monat in den Monaten Juli und August.


Der im Jahre 2005 eröffnete nationale Flughafen von Datong liegt ca. 17 km nördlich des Stadtzentrums. Direktflüge werden z.B. ab/bis Peking, Guangzhou, Nanjing und Shanghai angeboten.


Alternativ empfiehlt sich die An- bzw. Abreise mit der Bahn (z.b. ab/bis Peking - Dauer ca. 6 Stunden) oder auf dem Landweg. Die Highlights um Datong wie die Yungang Grotten, die Holzpagode und das Hängende Kloster am Hengshan sind am bestem auf dem Landweg von Datong zu erreichen und werden meist in Kombination einer mehrtägigen Tour zwischen Datong, Pingyao und Taiyuan besucht.


Neun-Drachenwand

Die Wand, die Ihren Namen aufgrund ihres aus 426 Ziegeln gestalteten Reliefs von neun schlängelnden Drachen erhielt,  beschützte einst den Eingang des 1392 errichteten Palastes des Prinzen Zhu Gui. Im 15. Jahrhundert wurde der Palast durch ein Feuer vernichtet, nur die Neun-Drachen-Wand blieb der Nachwelt erhalten und ist heute die größte ihrer Art in China.

 

Huayan Si

Die Tempelanlage Huayan wurde im 11. Jahrhundert, ursprünglich als Kloster, errichtet. Die architektonische Besonderheit des Tempels ist, dass die Hallen in Ehrerbietung an den schamanistischen Sonnenkult damaliger Reitervölker von Osten nach Westen und nicht, wie im klassisch chinesischen Stil, von Norden nach Süden ausgerichtet sind. Die Anlage wurde während der Ming-Zeit in zwei Komplexe aufgeteilt, das Untere- und das Obere Huayan-Kloster.

 

Shanhua Si 

Der Shanhua-Tempel wurde ursprünglich im 8. Jahrhundert während der Tang-Dynastie gegründet, die heute noch erhaltenen Hallen stammen aus dem 12. Jahrhundert. Die Hallen sind in ihrer Bauweise robust und eher relativ schlicht gehalten, anders als im Huayan Si sind die Hallen hier wie üblich von Norden nach Süden ausgerichtet. In der Haupthalle befinden sich u.a. 5 sehr kunstvoll gearbeitete Buddhas und 24 Weltenhüter, der Hauptschatz der Tempelanlage sind aber die Bildwerke an den Hallenwänden, die größtenteils noch aus der Bauzeit stammen.

 

Yungang-Grotten

Die Hauptattraktion Datongs sind die ca. 16 km westlich der Stadt gelegenen Yungang-Grotten, die zu den bedeutendsten buddhistischen Heiligtümern in China gehören und auch von der UNESCO als Weltkulturerbe deklariert wurden. Entstanden sind die Grotten zwischen den Jahren 460 und 496 unter der Herrschaft der Toba-Wei, die im 4. Jahrhundert bereits die berühmten Mogoa-Grotten in Dunhuang in Auftrag gaben. In Ihnen befinden sich über fast 1 km 53 von Menschenhand in den Stein gehauene und teilweise farbenprächtig bemalte Höhlen mit rund 51.000 Statuen.

 

Hängendes Kloster

Das eindrucksvolle Kloster liegt an der Talstraße, die zum Heng Shan führt, einer der fünf heiligen daoistischen Berge Chinas. Wie der Name des Klosters bereits verrät, schmiegt sich das Kloster auf halber Höhe an eine steile Felswand und wird nur von unten durch lange, im Fels verankerte Holzpfähle gestützt. Das aus 40 kleinen Räumen bestehende Kloster existiert bereits seit dem 6. Jahrhundert, seine heutige Konstruktion stammt allerdings vorwiegend aus der Qing-Zeit.

 

Holzpagode 

Als Wunderwerk der Zimmermannskunst ist die Holzpagode von Yingxian der älteste hölzerne Turm dieser Größe weltweit. Der achteckige Bau ist mit 9 Stockwerken ca. 70 cm hoch und besitzt sechs Dachkränze. Trotz ihres brandgefährlichen Materials besteht die Pagode nun seit über 1000 Jahren und hat somit mehrere Kriege, Blitzschläge und Erdbeben überstanden. Besonders faszinierend ist auch der Blick in die Innenhallen der Pagode, ein Netz aus Balken die von Holzklammern zusammengehalten werden.

 

 

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